Entdecke das ultimative Training mit Holz!

Waldtraining für alle – wenig Aufwand, viel Effekt: mit 5 Übungen zum Erfolg

Das erste Quartal des neuen Jahres ist schon längst vorbei, und es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Wie sieht es mit den guten Vorsätzen, die zum Jahreswechsel grossspurig ausgesprochen wurden, tatsächlich aus? Wie steht es um die Fitness und die Wünsche, nackt gut auszusehen? Ist das Abo im Fitnesscenter zwar bezahlt, aber die neue Sportgarderobe hängt noch unbenutzt im Schrank? Ich kann das verstehen! Das ist absolut nachvollziehbar für alle, die im Engadin wohnen. Wenn an  320 Tagen im Jahr die Sonne scheint, da will man doch nicht in einem Raum trostlos Gewichte heben oder auf dem Laufband einsame Kilometer spulen. Da möchte man raus! Alle, die diesen Wunsch verspüren, gibt es hier und heute die ultimativen und frischen Ideen zum outdoor Frühlingsstart.

Am besten trommelt ihr alle Freunde zusammen und verabredet euch gemeinsam zum ersten ultimativen „Waldtrain“ -  wenig Aufwand, mehr Effekt. Dazu braucht ihr nur raus in den Wald zu gehen und alle Trainingsgeräte liegen euch zu Füssen.

 

Los geht`s:  Nach einer kleinen Aufwärmrunde von 10 bis 15 Minuten, stoppt ihr an einer Parkbank.

1.    Parkbänke:

Das ideale Trainingsgerät, welches an jeder Ecke und auf jedem Wanderweg zu finden ist. Mit einer Parkbank kann ein „Total Bodyworkout“ gemacht werden und der ganze Körper wird trainiert. Meine Tipps:

-       „Liegestütz“ an der Rückenlehne oder an der Sitzfläche

-       „Dips“: Eine super Übung zur Vorbeugung des Winke-Arms: auf die Bank setzen, Hände stützen ab. Dann von der Bank nach vorne rutschen und in den Armen nach unten beugen, als ob man sich auf den Boden setzen möchte.

-       „Sit – Ups “: Für das Six-Pack: Mit dem Rücken auf die Bank legen, Beine im Rechten Winkel und Füsse auf dem Boden. Mit dem Oberkörper nach vorne aufrichten.

 

2.    Holz:

Bei der nächsten Joggingrunde bitte unbedingt einen Stopp an einer Feuerstelle einplanen und mit den Holzstücken ein effektives Kraft,- und Sprungtraining machen. Meine Tipps:

-       mit dem Holz eine Leiter legen und über die einzelnen Stücke springen: Beidbeinig, einbeinig, vorwärts, rückwärts oder auch mit tiefen Froschhüpfern!

-       Kniebeuge: Einige Holzstücke auf den Armen stapeln und tiefe Kniebeugen nach unten machen. Das Zusatzgewicht lässt die Muskeln richtig arbeiten.

 

3.    Berge und Hügel

Zum Glück gibt es ja auf fast allen Wanderwegen kleine Steigungen, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten gelaufen werden können. Das ist am Anfang vielleicht eine kleine Überwindung, macht aber dann irre viel Spass und kickt das Training meilenweit nach vorne! Mein Tipp:

-       eine Distanz nach Lust und Laune aussuchen und dann 4-5x schnell bergauf und langsam bergab laufen

-       immer wieder eine andere Distanz suchen und diese entweder super schnell nach oben laufen, oder mit vielen kleinen Schritten oder mit möglichst kraftvollen Sprüngen raufhüpfen. Vorsicht: macht süchtig und könnte zu Lachkrämpfen führen!

 

4.    Vitaparcours

Auf diesen Runden kann man sich besonders gut, schnell und effektiv austoben. Mein Tipp:

-       den Rundkurs auch mal von der anderen Seite starten, um eine andere Reihenfolge zu trainieren

-       ein HIIT Training machen: „Hoch Intensives Intervall Training“ mit kurzen Zeiten und maximalem Einsatz, wie zum Beispiel: 10x 30 Sekunden Belastung mit 30 Sekunden Pause

 

5.    Rock Jumping

Ein super Training für die ultimative Koordination und nur für Fortgeschrittene: man nehme ein grosses Geröllfeld (zum Beispiel auf dem Wanderweg zur Fuorcla Surlej hinter dem Hahnensee oder am Piz Nair im Gebiet Fuorcla Schlattain) und hüpfe von Stein zu Stein. Als Variante kann man einbeinig hüpfen oder zwischen kurzer und langer Distanz wählen.

 

In der Gruppe macht so ein Training einfach mehr Spass und es wird viel gelacht. Da Lachen ja bekanntlich die beste Medizin ist, sollte man mit so einem Training nicht zu sparsam umgehen! Aber Vorsicht für alle, die lange keinen Sport mehr gemacht haben. Bringt euch selber kurz mal zum Doc und lasst Wasser, Öl und Reifendruck kontrollieren. Dann wisst ihr auch, dass der Motor belastet werden kann!

 

Mein Musiktipp:

Anne-Marie Flammersfeld

Anne-Marie Flammersfeld ist Diplom-Sportwissenschaftlerin und Ultraläuferin.

2012 konnte sie als erste Frau der Welt alle vier Rennen der "Racing the Planet 4 Deserts Serie" gewinnen und lief 1000 Kilometer die vier grössten Wüste der Welt. Seitdem sucht sie immer wieder neue sportliche Herausforderungen im Wettkampf und in eigenen Projekten, wie „Bottom Up Seven Volcanic Summits“. 2015 konnte sie u.a. einen neuen weiblichen Speed-Run-Weltrekord auf den Kilimandscharo aufstellen. Zudem hält sie weitere Streckenrekorde u.a. beim Nordpol,- und Volcanomarathon.

Mit ihren Wettkämpfen unterstützt sie die Stiftung „Paulchen Esperanza“, die sich für benachteiligte Kinder in Schwellenländern einsetzt.

Die 37 jährige deutsche Sportlerin arbeitet mit ihrem eigenen Unternehmen all mountain fitness als Personal Coach im schweizerischen St. Moritz. Sie hält regelmässig Vorträge zu Themen aus den Bereichen Motivation, Begeisterung, Erfahrung sammeln und Grenzen überwinden.

www.allmountainfitness.ch

annemarieflammersfeld.blogspot.com

 

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