Werden Kites wohl schon bald mit einer Drohne übers Wasser gezogen?

Die neuen Sporttrends: Crunning, Jet Pack oder Drone-Surfing?

Als Bloggerin über Sport und Outdoor gehört auch hin und wieder dazu, dass ich mich über die neusten Trends aus der Szene informiere. Bei der Recherche für diesen Artikel bin ich an drei Highlights «vorbeigeflogen», die ich nicht vorenthalten möchte. Neben den folgenden drei Attraktionen, die ich etwas näher beschreiben möchte, kann man sich auch noch im Bier-Yoga, Stand Up Paddeling (im Engadin ja schon längst ein alter Hut), Longboarding, Pole – Fitness (kann man auf dem Kinderspielplatz mal ausprobieren, ist übelst anstrengend!) und Hoverboarding versuchen. Ach ja, und das gute alte Trampolin kann man auch wieder entstauben und darauf voll trendy eine Runde hüpfen.

Mit der Drohne übers Wasser surfen!

Die Surfer unter uns kennen dieses Szenario bestens: das Segel ist parat, der Kite ist aufgepumpt und der Neoprenanzug fängt vor Hitze langsam an zu kleben. Das Warten auf Wind ist eine Frage der Geduld und oft muss das Material nach Stunden des vergeblichen Ausharrens wieder eingepackt werden. Doch Dank Drohne könnte man vielleicht schon bald unabhängig vom Wind seine Runden auf dem See ziehen. An einer Drohne ist ein Seil samt Bar (wie beim Kiten) befestigt und man wird durch die Power der Drohne stehend auf einem Kiteboard/Surfboard über das Wasser gezogen. Ob sich dieser Trend auch am Silvaplanasee durchsetzen wird? Man muss dafür auf alle Fälle tief in den Geldbeutel greifen, denn diese Art der Drohe kostet momentan noch etwas mehr als 17'000 USD. Dann warten wir doch lieber wieder auf den Malojawind und essen zwischendurch eine Semmel mit Kaviar, oder? https://www.youtube.com/watch?v=BuRf6r0LuL8

 Golferinnen und Golfer aufgepasst!

Das lästige Laufen zwischen zwei Abschlägen könnte bald ein Ende haben. Dank «Golf Cart Jetpack» kann man vielleicht schon bald über den Golfplatz fliegen und den Caddie getrost in der Garage stehenlassen. In diesem Jetpack lässt sich auch wunderbar die Golfausrüstung verstauen. Somit wird der Ablauf beim Golfspielen beschleunigt und eine 18-Loch-Runde beansprucht nicht mehr einen halben Tag Zeit! Bisher wird das Gerät allerdings ausschliesslich vom Erfinder geflogen, und es stellt sich die Frage, ob diese fliegende Untertasse auf den heimischen Golfplätzen Einzug erhalten wird. Die grösste Gefahr besteht dann wahrscheinlich, dass man von umherfliegenden Golfbällen getroffen wird und in seinem Golf-Jetpack abstürzt. Nunja, dann müsste man halt was gegen die fliegenden Golfbälle unternehmen. Vielleicht kann man denen ja auch noch Sensoren einbauen, so dass diese genau dorthin fliegen, wo gerade kein Jetpack fliegt! https://www.youtube.com/watch?v=tpEkN1NdjKU

Crunning – Zurück auf allen Vieren

Die neueste Trendsportart 2017 heisst «Crunning» und ist nichts anderes, als auf allen Vieren durch die Wälder zu galoppieren. Das Besondere daran ist, dass man keine Ausrüstung oder speziellen Kurse braucht, um diese Sportart zu erlernen. Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass wir mit vier Beinen durch den Urwald gerannt sind, oder? Allerdings geht diese krabbelnde Fortbewegungssportart für Erwachsene ganz schön in den Rücken und ein Hexenschuss ist nicht selten das Resultat. Es heisst, dass bereits 15 Minuten Crunning bis zu 250kcal verbrennt. Kommt das nun durch die Bewegung an sich oder verbrennt das hohe Stresslevel diese Kalorien, da diese Bewegung auf allen Vieren einfach nur peinlich ist und man zur Lachnummer der Nation wird? Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es erst mal nur im Wohnzimmer ist! https://www.youtube.com/watch?v=X03V2_1k_b8

 

 

Anne-Marie Flammersfeld

Anne-Marie Flammersfeld ist Diplom-Sportwissenschaftlerin und Ultraläuferin.

2012 konnte sie als erste Frau der Welt alle vier Rennen der "Racing the Planet 4 Deserts Serie" gewinnen und lief 1000 Kilometer die vier grössten Wüste der Welt. Seitdem sucht sie immer wieder neue sportliche Herausforderungen im Wettkampf und in eigenen Projekten, wie „Bottom Up Seven Volcanic Summits“. 2015 konnte sie u.a. einen neuen weiblichen Speed-Run-Weltrekord auf den Kilimandscharo aufstellen. Zudem hält sie weitere Streckenrekorde u.a. beim Nordpol,- und Volcanomarathon.

Mit ihren Wettkämpfen unterstützt sie die Stiftung „Paulchen Esperanza“, die sich für benachteiligte Kinder in Schwellenländern einsetzt.

Die 37 jährige deutsche Sportlerin arbeitet mit ihrem eigenen Unternehmen all mountain fitness als Personal Coach im schweizerischen St. Moritz. Sie hält regelmässig Vorträge zu Themen aus den Bereichen Motivation, Begeisterung, Erfahrung sammeln und Grenzen überwinden.

www.allmountainfitness.ch

annemarieflammersfeld.blogspot.com

 

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