Foto: Cla Mosca

Arevair – ich mache Platz

Mich beschäftigen im Moment grundlegende Fragen: Wer bin ich? Was ist meine Absicht? Was ist das, was mein Herz jubeln lässt und mich mit Leidenschaft erfüllt? 

Darum mache ich Platz für einen neuen Blogger. Ich brauche Raum und Zeit für diese wichtigen Fragen in meinem Leben. Es fühlt sich sehr nach entrümpeln an. Nach aussortieren. Nach Neuorientierung. Bis Weihnachten möchte ich noch mehr Raum schaffen, mich von möglichst vielen Dingen trennen, die ich nicht mehr brauche, die aber sehr wohl Platz beanspruchen. Und ab Sonntag beginne ich mal wieder zu fasten. Eine Woche lang. Nicht um abzunehmen. Vielmehr um Klarheit zu gewinnen, wohin mich meine Reise führt.

Es gibt da diese Sehnsucht in mir nach einem einfachen Leben. Ich möchte es auf das Wesentliche reduzieren – auf allen Ebenen.

Ich möchte wieder frei sein, besser wohl, mich wieder frei fühlen. Manchmal fühle ich mich gefangen in einem Nebel von Konzepten, Konstrukten und Mustern. Was mich frustriert. Und gleichzeitig merke ich aber auch, wie gut es mir geht. Wie privilegiert ich bin in meinem Leben. Ich schlage mich mit Luxusproblemen rum. Und doch ist es verdammt schwierig jeden Tag mit einem weissen Blatt zu beginnen.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer Sie wären ohne all Ihre Geschichten? Ich stelle mir das in meinem Fall paradiesisch vor. Ich würde plötzlich ganz anders reagieren, wenn überhaupt. Oft überhaupt nicht verstehen, was denn das Problem ist. Wäre nicht so emotional und würde mir viel weniger Frage stellen. Ich würde Dinge locker und leicht anpacken. Diese „Was ist wenn Fragen“ würden wegfallen. 

Und vielleicht liegt genau in dieser Frage die Lösung zur Transformation. Jedes Mal, wenn irgend etwas ist, könnten wir uns Fragen: „Wie würde ich mich verhalten, ohne meine Geschichten?  Was würde ich tun oder eben nicht tun? Und wie würde ich mich dann fühlen?“ Ich kann mir vorstellen, dass die Resultate überraschend sein könnten. 

In diesem Sinne: Grazia fich. Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und für Ihre Aufmerksamkeit.

Cla Mosca

Cla Mosca ist 47 Jahre jung, verheiratet und Vater von zwei ganzen und zwei halben Kindern. Seit August 2011 lebt er wieder in Scuol. Die Rückkehr an seinen Geburtsort bedeutet für ihn ein Zurück zum Ursprung. Sein vor Tun. Weniger ist mehr. Qualität vor Quantität. Cla Mosca gehört zu den Snowboardpionieren in der Schweiz. Er arbeitet heute als Impulsgeber für nationale und internationale Unternehmen. Als Coach Trainer und Berater schafft er Rahmenbedingungen, damit Menschen und Organisationen sich gesund entwickeln und erfolgreich sein können. Darüber hinaus unterstützt er Nachwuchs- und Spitzensportler auf ihrem Weg zu persönlichen Bestleistungen und Olympiaden.

clamosca.ch

Neuer Kommentar
Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Die E-Mailadresse wird hier nicht veröffentlicht.

0 Kommentare