Ertüchtigung in der Giftwolke

Was romantisch aussieht, ist höchst giftig: Trotz hohen Schadstoffwerten wird am Marine Drive munter marschiert.

Wer in Mumbai marschiert, ist entweder ein Habenichts oder sportlich. Gehen – schneller oder langsamer - ist Volksport Nummer eins. Auch bei höchsten Smogwerten.


People of Engadine: Der Gastarbeiter

Bild: Dominik Brülisauer

Die Geografie formt den Menschen. Und weil das Engadin eine spektakuläre Landschaft ist, ist es nur logisch, dass auch seine Bewohner alles andere als Langweiler sind. Die wichtigsten Typen möchte ich in meinem Blog vorstellen. Meine aktuelle Studie widme ich unseren Gastarbeitern.


Das neue 30

Foto: Romana Ganzoni

Die halbe Stunde Wartezeit in St. Margrethen ist für unsere Bloggerin, Romana Ganzoni, die Zeit, in der sie im hippsten Restaurant der ganzen Schweiz, ja sogar von ganz Europa absteigt: dem Pöstli-Snack.


Umknicken oder stehen bleiben?

Als ich nach dem letzten Sturm durch die Wälder des Engadins auf meinen Trainingsstrecken unterwegs war, war ich erstaunt und erschrocken zugleich, was dieser Orkan angerichtet hatte. Bäume lagen entwurzelt kreuz und quer im Wald umher und versperrten mir teilweise den Weg. Die erste Erkenntnis und damit auch Idee für diesen Blog war, dass ich mich wunderte, warum manche Bäume dem Sturm weichen mussten und manche nicht. Das mag alles Zufall sein; wenn man diese Beobachtung auf das Leben überträgt, wird alles philosophisch: Die einen kann es treffen, die anderen wiederum nicht. Warum wirft es den einen aus der Bahn und warum wachsen manche Menschen in der Krise über sich hinaus?

Die Psychologie hat dafür einen eigenen Begriff, der sich Resilienz nennt. Man spricht dieses Wort wie das Tier «Reh», dann die Höflichkeitsform von Du = «Sie» und dann muss man noch an die Stadt «Lienz» in Österreich denken, wobei das «ie» als einzelne Buchstaben lang gesprochen werden = Re·si·li·enz

Mit Resilienz wird die Fähigkeit beschrieben, wie Menschen auf wechselnde Lebenssituationen und Anforderungen flexibel und angemessen reagieren und stressreiche, schwierige und belastende Situationen ohne psychische Folgeschäden meistern. Dies beinhaltet, an Krisen zu wachsen und zu lernen, positiv mit Seitenhieben umzugehen. Man spricht auch von einer seelischen Flexibilität, die es dem resilienten Menschen ermöglicht, den bedingungslosen Optimismus beizubehalten und ohne seelischen Schaden in den ausgeglichenen Ausgangszustand zurückzukehren.

Und was hat das jetzt mit den Bäumen zu tun?

Jedem Menschen steht eine gewisse Fähigkeit zur Bewältigung von Problemen und anderen seelischen Katastrophen zur Verfügung. Je nachdem wie diese Fähigkeit sich im Leben entwickelt, kann man sich mal mehr oder weniger erfolgreich vor Krisen schützen. Das Gute aber ist, dass man Resilienz trainieren kann. Hier ein paar einfache Tipps, die wie Balsam für die Seele wirken.

1. Tue Dinge, die gut für dich sind! Man soll sich hegen und pflegen und mit einem wachsamen Auge das Innere betrachten. Es gibt ein ganzes Meer an Möglichkeiten, um Kraft und Zuversicht zu tanken. Für mich ist beispielsweise Bewegung die Energiequelle und Essenz von persönlichem Wohlbefinden.

2. Stärke deine eigenen Stärken und Kompetenzen.

3. Pflege soziale Kontakte und baue eine unterstützende, positive Mannschaft um dich herum auf, die in Krisenzeiten mitzieht. Wenn ich mir den Wald nun nach dem Sturm anschaue: Die einen Bäume liegen am Boden und wiederum andere lehnen auf halb Acht an «der Schulter» eines anderen Baumes. Wenn in der Not jemand da ist, der unterstützt, dann kann auch das Umfallen aufgefangen werden.

Wir können Dramen manchmal nicht verhindern, aber wir können sie überleben und auch daran wachsen. Mit Gelassenheit, Offenheit und der Flexibilität eines jungen Baumes, der sich im Sturm dem Wind biegt, anstatt zu brechen.

In diesem Sinne: die Natur ist oft ein Spiegel und wer genau hinschaut, einen Moment innehält, bekommt viele Antworten. Dazu muss man offen sein für Neues und sich in alle Richtungen bewegen können. Mein Musiktipp:

www.youtube.com/watch


Heute im Bunker

Bild: Carla Sabato

Perspektivenwechsel sorgen gerne mal für überraschende Blickwinkel. Ist der Perspektivenwechsel aber unterirdisch gemeint und findet der vielleicht sogar unter Ausschluss des Tageslichtes statt, dann können sich manchmal auch beunruhigende Gedanken ins Bewusstsein schleichen. 


«Exgüsi», wie wird man Profisportler?

Das Ergebnis von harter Arbeit und vielem Training: die Gratulationen im Ziel nach einem erfolgreichen Rennen. Foto: z. Vfg

Was macht einen Profisportler beziehungsweise eine Profisportlerin aus? Sind es viele Sponsoren, das intensive und tägliche Training oder doch Mama und Papa, die eine Sportkarriere finanziell und mit ganz viel Engagement unterstützen?