Fitness ist mehr als ein Fitnessgerät

Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und die Eichhörnchen damit beschäftigt sind, sich einen Wintervorrat an Nüssen im Wald zu verstecken, zieht es auch uns Menschen mehr ins heimelige Haus. Jetzt ist die Bikinifigur ja nicht mehr so wichtig. Dicke Pullover kaschieren nun die Pfunde, die man auch im Sommer nicht hat abtrainieren können. Die frühe Dunkelheit am Nachmittag verleitet auch nicht gerade dazu, die abendliche Laufrunde mit Euphorie und Begeisterung in Angriff zu nehmen. Mit ein bisschen mehr Speck auf den Rippen kommt man auch besser durch den Winter, sagt ein altes Sprichwort und Winston Churchill ruft noch hinterher, dass Sport Mord sei. Wider diese Weisheiten hat man aber dann doch irgendwie ein schlechtes Gewissen, wenn man so faul und träge umherschlurft.

Und dann kramt man dann doch im Eifer des Gefechts das ein oder andere Indoor-Fitnessgerät hervor und verspürt sogleich ein Pflichtgefühl. Von überall her tönt es ja auch, dass man gerade im Winter weiterhin Sport machen soll. Doch Theraband, verstaubte Hanteln oder das Rudergerät, welches bis dato einen sicheren Platz unter dem Bett hatte, begeistern mit der Kraft eines nassen Waschlappens. Der Aufforderungscharakter, mit diesen Geräten die Fitness steigern zu wollen, liegt im ausserirdischen Bereich und dient vielen als volltreffliche Ausrede. Andere wiederum betreiben grossangelegte Recherchen im World Wide Web und bestellen sich eine ganze Armada von neuen, trendy und fashy Lifestyle-Geräten. Die Wochen, bis die Lieferung eintrifft, kommen ganz gelegen und man fühlt sich einfach noch nicht fähig, auch ohne diese tollen, neuen Geräte mit ein bisschen Bewegung anzufangen. Die Ausreden stapeln sich zu meterhohen Türmen. Dabei könnte man so einfach ein paar Übungen in den Alltag bauen und die Wohnzimmergarnitur zum 1A- Turnstudio umfunktionieren. Aber selbst wenn die neuen Fitnessgeräte aufgebaut und zum Gebrauch installiert sind, fehlt oft die Motivation. Mag es dann vielleicht nicht an den falschen Geräten, an den alten Geräten, an den verstaubten Maschinen unterm Bett liegen? Mag das Problem vielleicht doch eher zwischen den Ohren sitzen? Solange es dort sitzt, nützen auch die Maschinen nichts. Erst wenn der Funke der Begeisterung, die Flamme der Motivation übergesprungen ist, tut man sich leichter mit der Fitness. Wenn man ein Ziel mit der Quälerei verbindet, wenn man merkt, dass es sich lohnt. Wenn man es trotz, oder gerade wegen der Dunkelheit am Morgen oder Abend geschafft hat, eine Runde um den See zu walken. Wenn man es geschafft hat, 20 Liegestütze vor dem Frühstück zu machen und zu Fuss in den sechsten Stock des Bürogebäudes gelaufen ist. Dann hat man etwas aus eigener Kraft geschafft, wofür es keine Pille gibt. Das Selbstwertgefühl steigt und das Gefühl von Handlungskompetenz wächst wie Gras. Mit Fitness verändert sich also nicht nur etwas auf der körperlichen Ebene. Auf der mentalen Bühne passiert mehr als nur eine Show. Es wirkt sich langfristig auf den Gemütszustand aus und kann die Stimmung heben. Ob mit oder ohne Fitnessgerät. Es lohnt sich immer, etwas Sport zu machen!

 


Was wir von Tassen lernen können

Tassen sind lehrreiche Objekte und eignen sich nebenbei auch für die Schwarzweiss-Fotografie. Bild: Carla Sabato

Tassen sind hilfreiche Gesellen unseres Alltags. Sie beinhalten nicht nur die köstlichen, dampfenden Heissgetränke die uns morgens in Schwung bringen, sie können auch dazu verwendet werden die Zukunft vorauszusagen (ich erinnere nur an eine bestimmte Stelle im Buch über eine Zauberschule in England), oder um damit die Richtung der Zeit zu beschreiben. Gerade letzteres kann manchmal erleuchtend und tröstlich zugleich sein - Scherben bringen ja schliesslich Glück!