Blutwurst für den Eisenspeicher

 Bei kleineren Erkrankungen oder Mangelerscheinungen haben wir oftmals die Wahl zwischen der Gabe eines Medikaments oder der Zufuhr eines bestimmten Nahrungsmittels. Was ist dran an «Supplementierung»? Kann man mit der externen Gabe von Vitaminen und Mineralien in Pillenform das menschliche System positiv beeinflussen oder ist eine ausgewogene Ernährung mit frischen Lebensmitteln völlig ausreichend? Ich habe dazu zwei Überlegungen: 1. Es ist alles individuell und 2. man sollte es einfach mal ausprobieren. Einfach mal durch die Obst- und Gemüseabteilung des Supermarkts streifen und nur das zu kaufen, worauf man gerade Lust hat. Geht das? Geht man dann nicht mit grosszügigem Abstand an der Gemüsefront vorbei und packt Chips, Schoggi und Bier in den Korb? Ist gesunde Ernährung eigentlich anerzogen, antrainiert oder ein natürliches Bedürfnis? Und braucht der Körper wirklich so viele Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Superfood, wie es den Anschein hat?  

Geht es nicht darum, auf das zu hören, was der Körper sagt? Was will der Körper bei einer Erkältung? Was will er bei einer Magen-Darm-Grippe? Wonach verlangt er bei einem Kater? Und was, wenn alles ganz «gesund» ist? 

In Lebensmitteln sind, neben den Energieträgern wie Kohlenhydrate, Eiweiss und Fett, viele wichtige Stoffe enthalten. Bananen enthalten besonders viel Kalium. Randensaft senkt den Blutdruck. Ingwer ist die Waffe gegen erste Erkältungsanzeichen. Salbei hilft bei Halsweh. Espresso macht wach. Ein Glas Orangensaft hat viel Vitamin C. Bier stärkt Knochen und lindert Entzündungen. Ein mittelgrosses Ei liefert einen Drittel des Bedarfs an Vitamin D und Vitamin B12. Oregano soll Muskelkater mildern und bei der Regeneration helfen. Ein Stück Bitterschokolade ist gut fürs Herz-Kreislauf-System. Haferflocken sind die Vitamin-B-Bombe schlechthin! Und Gummibärchen machen glücklich (Eigentheorie), und so weiter. 

Unser Körper macht sich in der Regel bemerkbar, wenn etwas fehlt (oder wenn etwas zu viel ist). Doch die Verbindung zwischen Hirn – Körper – Ohren scheint oft einfach verstopft zu sein und der Mensch wundert sich über Krankheiten und Unwohlsein. Was kann da helfen? Yoga? Kopfstand? Walking? Wandern? Schwimmen? Trampolin? Pilates? Crossfit? Functional Training? Boot-Camp? Intervalltraining? Rückwärtslaufen? Entspannung? Stressbewältigung? Meditation? Marathon? Muskeltraining? Fragen wir doch am besten unseren Körper und hören, was er sagt. Denn er wird schon wissen, was er braucht! Wenn doch alles nur so einfach wäre...

In diesem Sinne: Viel Spass bei der Suche nach der Inneren Stimme.

Mein Musiktip: 

www.youtube.com/watch

Anne-Marie Flammersfeld

Anne-Marie Flammersfeld ist Diplom-Sportwissenschaftlerin und Ultraläuferin.

2012 konnte sie als erste Frau der Welt alle vier Rennen der "Racing the Planet 4 Deserts Serie" gewinnen und lief 1000 Kilometer die vier grössten Wüste der Welt. Seitdem sucht sie immer wieder neue sportliche Herausforderungen im Wettkampf und in eigenen Projekten, wie „Bottom Up Seven Volcanic Summits“. 2015 konnte sie u.a. einen neuen weiblichen Speed-Run-Weltrekord auf den Kilimandscharo aufstellen. Zudem hält sie weitere Streckenrekorde u.a. beim Nordpol,- und Volcanomarathon.

Mit ihren Wettkämpfen unterstützt sie die Stiftung „Paulchen Esperanza“, die sich für benachteiligte Kinder in Schwellenländern einsetzt.

Die 37 jährige deutsche Sportlerin arbeitet mit ihrem eigenen Unternehmen all mountain fitness als Personal Coach im schweizerischen St. Moritz. Sie hält regelmässig Vorträge zu Themen aus den Bereichen Motivation, Begeisterung, Erfahrung sammeln und Grenzen überwinden.

www.allmountainfitness.ch

annemarieflammersfeld.blogspot.com

 

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2 Kommentare

Anne-Marie Flammersfeld

21. März 2016

Lieber Daniel! Atmung ist sehr wichtig und kann nicht nur im Sport "Blockaden" lösen. Bei meinen Trainings oder im Wettkampf versuche ich die Atmung einfach fliessen zu lassen und einen Rhythmus zu meiner Bewegung zu finden. Beim Bergauf atme ich sicherlich viel schneller und kürzer als beim Bergab oder wenn es geradeaus geht. Für mich gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen Verspannungen im Nacken,- und Schulterbereich (HWS und BWS) und "Atemrhythmusstörungen". Ich finde, dass Atmung auf jeden Fall in allen Lebenslagen helfen kann, denn der Atmen ist etwas, was immer für einen da ist.


Daniel Kestenholz

21. März 2016

Interessante Gedanken! Was denken Sie, liebe Anne-Marie, über die Bedeutung der Atmung?

 

Wie konkret gehen Sie, als Leistungssportlerin, mit Atmung um?

 

"Korrektes" Atmen - hilft es Ihnen?