Foto: Gino Clavuot

Die Sportkultur in Bondi Beach

 

 

Nach einem gesunden Frühstück, bestehend aus Porridge und frischen Früchten, befinde ich mich um 05.52 Uhr in einem schwarzen Ford SUV meiner australischen Mitbewohnerin. Sie fährt mich zum bekanntesten Strand von Australien - Bondi Beach- bevor sie weiter zu ihrer täglichen Yoga-Stunde fährt. Bondi Beach ist "the place to be" in Sydney: Sonne, Wellen, Bars und Restaurants kennzeichnen diesen wunderschönen und weltbekannten Strand. Obwohl ich dem Wesen nach eher dem eines Frühaufstehers entspreche, ist die Müdigkeit heute in meinem Gesicht nicht zu übersehen. Dies liegt vermutlich daran, dass es heute ausgesprochen früh ist und die Kombination aus Jetlag, und meinem Schweizer Rhythmus, zu Sandmännern in meinen Augen führt. Ich befinde mich in Sydney, da ich an meinem neuen Album arbeite und der Inspiration wegen dem hiesigen Winter für ein paar Wochen entfliehen wollte.

 

 

 

 

 

Als wir ein paar Augenblicke später Bondi Beach - für mich das erste Mal in meinem Leben - erreichen, ist die eben beschriebene Müdigkeit flugs verschwunden. Die Sonne versteckt sich noch hinter dem Horizont, weit hinter dem noch erkennbaren Tanker im Meer. Der Himmel brennt jedoch in einem feurigen, roten Ton wie ich dies noch nie zuvor in Europa erlebt habe. Auf der anderen Seite verabschiedet sich der Mond von uns. Auch ich verabschiede mich, jedoch von meiner Mitbewohnerin und flaniere Richtung Strandpromenade. 

 

 

 

 

 

Nachdem ich meine dunklen Sneakers und Socken abgezogen habe und meine Füsse den ersten Kontakt mit dem australischen Sand aufnehmen, spüre ich wie kalt und feucht dieser noch ist. Ich schaue mich um und muss noch einmal feststellen, dass ich mich eindeutig auf einem anderen Kontinent befinde. Bondi Beach ist nun echt nicht klein, aber obwohl es nicht mal 6.00 Uhr ist, ist dieser Strand dicht mit Sport treibenden Menschen bevölkert. Da ich selber ein passionierter Wellenreiter bin, wollte ich eigentlich den ersten, einzelnen Surfern bei ihrem ersten Ritt zusehen. Es befinden sich tatsächlich nun doch schon einige Surfer im Wasser, jedoch sind sie nicht die einzigen. Links von mir hat es etwa 30 junge Menschen, die sich für den heutigen Rettungsschwimmkurs bereit machen. Rechts von mir steht eine Gruppe Frauen, die sich mit abwechselnden Schlägen fit boxen. Hinter dieser Gruppe beobachte ich etwa 60 Bootcamper, die Lunches, Squats und Push Ups machen und sich schwitzend in den Sand wälzen. Die Personen, die für sich trainieren, joggen oder schwimmen, kann ich um diese Uhrzeit schon gar nicht mehr zählen. 

 

 

 

 

 

 

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich diese gesunde Kultur vom ersten Anblick an gleich inspiriert hat, selber aktiv zu werden. Ich nenne diese Bewegung bewusst Kultur, denn die Definition von Kultur, welche besagt, dass diese ein gruppenspezifisches, kollektives Phänomen ist, mit gemeinsamen geteilten Werten, hier vollkommen zutreffend ist. Denn spätestens, nachdem ich mit einem 60-jährigen John gesprochen hatte - der übrigens tausendmal besser surfte als ich - wurde mir klar, dass diese Personen solch einen Lifestyle nicht erst seit gestern leben. Ich denke, auch ich werde mir eine Scheibe von diesem Lifestyle abschneiden: denn neben dem Spassfaktor wird mir vor allem meine Gesundheit, wenn ich an John denke, im Alter dafür dankbar sein.  

SNOOK (Gino Clavuot)

Der 30-jährige Engadiner gilt als Pionier des mehrsprachigen Raps in der Schweiz und als Brückenbauer zwischen den Landesteilen. Geschickt bedient er sich in seinen Songs aller vier Landessprachen, und jede von ihnen spricht Snook fliessend. Eine «Integrationsfigur» nannte ihn deshalb der «Spiegel», das grösste Nachrichtenmagazin Europas, welches Snook einen ganzen Artikel widmete.

snook-rap.ch/

mx3.ch/Snook

 

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3 Kommentare

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14. Mai 2016

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SNOOK

13. April 2016

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Smithf240

09. April 2016

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