Foto: Gino Clavuot (SNOOK)

Die Street Food Kultur

Die Street Food Kultur

Diese Woche habe ich soeben mein Abschlusszeugnis der Uni Zürich erhalten. Es ist ein gutes aber auch beflügelndes Gefühl, nach einem strengen Volkswirtschaftsstudium, etwas Neues anfangen zu dürfen. Sich neu zu orientieren, sich eine Auszeit zu nehmen, Reisen, ein Buch zu lesen, eine Sprache erlernen, sich bei Freunden melden, die man während dem Studium vernachlässigt hat oder einfach einen Job annehmen und arbeiten. Wir schwimmen in einem Pool an Möglichkeiten und vielen fällt es schwer, sich für eine Richtung zu entscheiden, welche den nächsten Lebensabschnitt bestimmen wird. Solch eine wichtige Entscheidung haben die Meisten das letzte Mal nach der Matura bei der Auswahl des Studiums fällen müssen. Jedoch mit dem grossen Unterschied, dass die Eltern, das Umfeld und/oder die Freunde, noch eine relevante Rolle spielten und diese Entscheidung beeinflussten oder sogar mitentschieden. 

Ich habe mich zum Glück schon sehr früh mit dieser Frage während meines Studiums auseinandergesetzt. Für mich war immer klar, dass ich nach meinem Studium als Unternehmer tätig sein will und mein eigener Chef sein will. Diesen Traum habe ich mir mit meiner Geschäftspartnerin nun im Dezember noch während meines Abschlusses erfüllt. Ich habe mein Erspartes aus Konzerten, CD-Verkäufen, Rap-Workshops, Werbeaufträgen etc. in einen Food-Truck investiert. Einen Lastwagen, aus welchem wir in der Umgebung Zürich für Firmenevents, Geburtstage, Hochzeiten oder Volksfeste kochen. Aus diesem Grund möchte ich mich in diesem Blog mit Street-Food und Food-Trucks befassen. 

Nicht nur in Zürich, sondern auf der ganzen Welt breiten sich schon seit Längerem solche mobilen Küchen aus. Dem kulinarischen Angebot sind keine Grenzen gesetzt und diese Erfahrungen ermöglichen gleichzeitig einen Austausch mit Kulturen, mit denen man ansonsten nicht so selbstverständlich in Kontakt kommen würde wie beim Knabbern. Street-Food ist ein aus dem Englischen übertragenen Ausdruck für Speisen und Getränke, die entweder von einem fahrbaren Verkaufsstand oder auf einem öffentlichen Platz angeboten werden. Meistens wird dieser Street Food so serviert, dass man es sofort und ohne Besteck konsumieren kann. Beispielsweise in einer Serviette, Tüte oder auf einem Pappteller, Pappbecher oder auf einem Palmblatt. Diese Stände oder Trucks werden wie Kleinunternehmen betrieben und in Ländern wie China oder Mexiko ist es oft üblich, dass die ganze Familie beim Einkaufen, Tragen, Rüsten, Kochen oder Verkaufen mit anpackt.

  

Mittlerweile ist diese schnelle und preiswerte Form der Verpflegung auch bei uns angekommen. Schnell und preiswert muss jedoch nicht mit ungesunden und minderwertigen Produkten einhergehen. Viele Unternehmen in der Schweiz bieten hervorragende Produkte an, welche aus biologischen Komponenten bestehen und frisch zubereitet werden. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Modewort, welches in den Strategien von Grossunternehmen und Konzernen integriert wird, sondern bestimmt oft auch im Alltag dieser Kleinunternehmen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass man bei diesen, zum Teil exotischen Anbietern und deren Produkten, auf einheimische und saisonale Ingredienzien stösst. 

Angeboten werden zum Beispiel asiatische Gerichte, Suppen, Burger, Sandwiches sowie uns zum Teil noch unbekannte Gerichte wie Pulled Pork Sandwichs, Gua Bao, Tacos für die Karnivoren unter uns oder in Tempura-Teig frittiertes Gemüse für die Vegetarier. Auch den Veganern wird immer mehr Achtung geschenkt und das Angebot - dank kreativen und innovativen Köchen - permanent weiterentwickelt. 

Seit ein paar Jahren haben sich einige dieser Standbetreiber in der Schweiz zusammengetan und organisieren regelmässig Food-Truck-Festivals. Jedes Jahr werden es mehr dieser Events. Wenn man bereit ist, an solchen Veranstaltungen etwas länger im Stehen auf sein Essen zu warten, so wird man sicherlich nicht enttäuscht und von kulinarischen Bomben überrascht. Wem dies zu anstrengend ist, empfehle ich bei den einzelnen Food-Truck-Betreibern auf deren Homepages zu gehen und sich zu informieren, wo und wann sie während der Woche ihre mobilen Verkaufsstände betreiben und ihr Essen in der Stadt anbieten. 

SNOOK (Gino Clavuot)

Der 30-jährige Engadiner gilt als Pionier des mehrsprachigen Raps in der Schweiz und als Brückenbauer zwischen den Landesteilen. Geschickt bedient er sich in seinen Songs aller vier Landessprachen, und jede von ihnen spricht Snook fliessend. Eine «Integrationsfigur» nannte ihn deshalb der «Spiegel», das grösste Nachrichtenmagazin Europas, welches Snook einen ganzen Artikel widmete.

snook-rap.ch/

mx3.ch/Snook

 

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