Foto: Cla Mosca

Was wäre wenn ?

Kenne Sie das? Sie stehen auf, immer mit dem gleichen Bein, dann gehen Sie ins Bad, essen das gleiche Frühstück wie am Tag zuvor, sagen den Kindern „Ciao!“ und machen dann das Gleiche wie sie schon immer gemacht haben. Sie handeln wie sie immer gehandelt haben, sie sprechen wie sie sprechen, sie tun die Dinge, die sie schon immer getan haben. Zumindest mir geht das so. Und zum Teil frustriert mich das. Es wirft Fragen in mir auf.

Was wäre, wenn mein Vater meine Mutter nicht getroffen hätte damals in Israel? Wenn ich nicht ins Gymnasium gegangen wäre? Wenn ich nicht aufgehört hätte Trompete zu spielen? Wenn mein Vater nicht gestorben wäre? Wenn meine Mutter sich geweigert hätte nach Scuol zu ziehen? Wenn ich nie Fussball gespielt hätte? Wenn ich nicht geheiratet hätte? Wenn ich keine Kinder gezeugt hätte? Wenn ich nicht all meine grossen und kleinen Geschichten erlebt hätte? 

Und wie wäre es, wenn ich immer gut schlafen würde und nach dem Aufwachen sofort hellwach und glücklich wäre? Wenn ich jeden Tag das Gefühl hätte, mein Bestes gegeben zu haben? Wenn ich Teil von etwas Grossem wäre und doch ganz ich selber sein könnte? Wenn ich jeden Tag mit einem weissen Blatt Papier beginnen könnte? Und auf diesem Papier würde ich jeden Tag eine neue Geschichte entstehen lassen. Ganz nach Steve Jobs: „Abends ins Bett zu gehen und sagen zu können, dass wir etwas Wundervolles vollbracht haben, das ist es, was mir wichtig ist.“

Ich stelle mir das paradiesisch. Und ohne meine Geschichten wäre das viel einfacher. Ich wäre offener, kommunikativer, hätte andere Gedanken und Ideen und ich könnte in den verschiedensten Situationen anders reagieren. Aber: Meine Geschichten machen mich auch zu dem was ich bin.

Die Frage ist darum, wie schaffe ich es kreativ im Alltag mit meiner Geschichte umzugehen und so neue spannende, wunderbare und erfüllende Kapitel zu schreiben?

Als Inspiration die berühmte Rede von Steve Jobs anlässlich einer Abschlussfeier an der Stanford University:

Cla Mosca

Cla Mosca ist 47 Jahre jung, verheiratet und Vater von zwei ganzen und zwei halben Kindern. Seit August 2011 lebt er wieder in Scuol. Die Rückkehr an seinen Geburtsort bedeutet für ihn ein Zurück zum Ursprung. Sein vor Tun. Weniger ist mehr. Qualität vor Quantität. Cla Mosca gehört zu den Snowboardpionieren in der Schweiz. Er arbeitet heute als Impulsgeber für nationale und internationale Unternehmen. Als Coach Trainer und Berater schafft er Rahmenbedingungen, damit Menschen und Organisationen sich gesund entwickeln und erfolgreich sein können. Darüber hinaus unterstützt er Nachwuchs- und Spitzensportler auf ihrem Weg zu persönlichen Bestleistungen und Olympiaden.

clamosca.ch

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