Adia Engiadina

Das Engadin verlassen? Aber bitte nur für kurze Zeit - genau wie das kleine Flugzeug, das sich auf diesem Foto versteckt... Bild: Carla Sabato

Dass das Engadin langweilig sei, das mag wohl so einigen Jugendlichen aus dem Unterland über die Lippen gerutscht sein. Mich selbst nehme ich davon nicht aus - vor kurzem allerdings wurde ich eines Besseren belehrt. Machen Sie sich gefasst auf Dialektänderungen, interessante Begegnungen mit Silberfischchen oder solche im EngadinBus. 


Wenn der Teufel mit im Spiel ist

Mulitpler Schutz vor bösen Geistern: Nazar Boncugu, das Glas-Auge. Bild: Ruth Bossart

Fremde Länder – fremde Sitten: Nirgends ist das so wahr wie hier in der Türkei, wo auch moderne Menschen an Geister glauben und jeder sein Haus mit einem Blauen Auge schützt. Eigentlich erstaunlich, denn das Land liegt ja auch noch in Europa.


Entscheidungen im Pelzmantel

Schwere Entscheidungen können auch Hunde gnadenlos ausknocken. Bild: Carla Sabato

Nein, ich mag keine Pelzmäntel. Auch die hier in St. Moritz vorgeführten Modelle haben mich noch nicht vom Gegenteil überzeugt. Aber manchmal können Pelze, beziehungsweise das, was daruntersteckt, ganz hilfreich sein. Zum Beispiel bei der Studienwahl.


Der Charme des entschleunigten Skifahrens

Alter Skilift, Räder in den Himmel fotografiert. Foto: Ruth Bossart


Mögen Sie den 1980er-Zeitgeist ? Obwohl die 80-er Jahre Mode ja völlig verkitscht und diese Zeit als Jahrzehnt des schlechten Geschmacks gilt, die Vokuhila-Frisuren jeglicher Esthetik widersprechen und der Kalte Krieg die Welt lähmte: ich mag die Zeit, es waren die Jahre von Aerobic und Breakdance, von Pink und anderen Neofarben, der Schwarzwaldklinik, des Zauberwürfels und Nena. Ich war damals ein Teenager und die Welt gehörte mir. Kürzlich erlebte ich ein unerwartetes Revival – beim Skifahren in Bulgarien.


Das andere Ich

Foto: Carla Sabato

Was passiert, wenn man sich unfreiwillig in ein Luxushotel begibt, und dort ein Interview mit einer Person führt, die sich gerne in Unterwäsche in einem riesigen Martini-Glas präsentiert? Gute Frage. 


Wärmekriege

Glitzerstaub in der Luft, flimmernde Anzeigetafeln, leichtbekleidete Menschen und bedrückende Fantasien. Dass man an diesen Aspekten die Aussentemperatur feststellen kann, wusste ich bis anhin noch gar nicht. Und Sie?


Wenn Lasagne die Languste schlägt - Gastfreundschaft in Zeiten des Krieges

Foto: DIHA, Diyarbakir

Kürzlich hatte ich eine schlaflose Nacht. Denn: ich habe weder eine Köchin noch einen Gärtner und auch keinen Chauffeur, obwohl das ist hier in Istanbul gang und gäbe ist. Dass ich keinen Fahrer habe, damit lebe ich einigermassen. Und auch den fehlenden Gärtner kann ich verkraften. Doch eine Köchin – das wünschte ich mir kürzlich sehnlichst.